Kranabstützplatten: ein praxisnaher Bemessungsleitfaden

2026-04-26 · SIGMA Technikteam

Kranabstützplatten: ein praxisnaher Bemessungsleitfaden

So bemessen Sie Kranabstützplatten sicher – Plattenfläche und -stärke passend zu Kran, Abstützlast und Bodenverhältnissen.

Warum Abstützplatten wichtig sind

Das gesamte Betriebsgewicht eines Krans konzentriert sich auf vier kleine Abstütztelle. Ohne Kranabstützplatten übersteigt dieser Druck regelmäßig die Tragfähigkeit des Bodens und ein Bein sinkt ein – die häufigste Ursache für das Umkippen mobiler Krane. Die Platte verteilt die Tellerlast über eine größere Fläche, sodass die Maschine während des Hubs eben und stabil bleibt.

Nach der Bodenpressung bemessen

Die Grundrechnung ist einfach: Nehmen Sie die maximale Abstützlast, teilen Sie durch die Plattenfläche und halten Sie das Ergebnis unter der zulässigen Bodenpressung – die Punktlastseite der Tragfähigkeit von Fahrplatten. Schwächerer Boden braucht eine größere Platte, keine dickere. Entnehmen Sie die maximale Beinlast der Lasttabelle des Krans für den ungünstigsten Radius und Schwenk, nicht den Wert im abgestützten Stillstand. Größen für Abstützplatten und Kranmatten reichen von kleinen Hubsteiger-Tellern bis zu großen Kranmatten, also wählen Sie lieber eine Nummer größer, als zu raten.

Eckig oder rund

Eine quadratische Abstützplatte bringt die größte Fläche unter einen großen Teller oder Spreizfuß und gibt größeren Mobilkranen einen flachen, stabilen Sitz. Eine runde Platte nimmt zylindrische Füße von Hubarbeitsbühnen und Teleskopbühnen sauber auf und rollt für leichtes Handling. Passen Sie die Plattenform an den Fuß an, den sie trägt.

Material und Stärke

Platten aus hochwertigem HDPE und UHMWPE sind leicht, verrotten nicht und nehmen kein Wasser auf und sind schlagfest. Die Stärke sollte zur Last passen, damit die Platte den Druck verteilt, ohne sich aufzuschüsseln oder zu stark durchzubiegen – eine Platte, die sich unter dem Teller verbiegt, verteilt nicht die Last, die Sie meinen.

Handling und Lagerung

Seil- oder Ausschnittgriffe machen die Platten leicht platzierbar und aufnehmbar, und UV-stabiles Polymer bedeutet, dass sie auf dem Lkw leben und zwischen Einsätzen dem Wetter trotzen können. Halten Sie eine Bandbreite an Größen an Bord, damit der Bediener eine Nummer größer greifen kann, wenn der Boden weicher ausfällt als die Untersuchung vermuten ließ.

Kurzreferenz: Plattengröße nach Krantonnage und Boden

Die folgende Tabelle gibt einen Ausgangspunkt für die Bemessung quadratischer Abstützplatten nach Krannenntragfähigkeit und Bodenzustand. Prüfen Sie vor der Bestellung immer die tatsächliche Abstützreaktion aus der Lasttabelle Ihres Krans am Arbeitsradius, und kontrollieren Sie sie am Einsatztag gegen den tatsächlichen Boden — dies ist ein Referenzwert, kein Ersatz für diese Zahl. Runde Platten folgen derselben Logik bei kleinerem Arbeitsdurchmesser — siehe die runde Abstützplatte.

KranklasseVerdichteter SchotterFester NaturbodenWeicher oder nasser Boden
25-t-Mobilkran24×24 in (600 mm)30×30 in (750 mm)36×36 in (900 mm)
50-t-Mobilkran30×30 in (750 mm)36×36 in (900 mm)48×48 in (1200 mm)
100-t-Allradkran36×36 in (900 mm)48×48 in (1200 mm)48×48 in, unterbaut oder verdoppelt
250-t+-Allradkran48×48 in (1200 mm)48×48 in, unterbaut oder verdoppeltVollständige Kranmatten-Plattform statt einer Einzelplatte

Wie dick sollte eine Kranabstützplatte sein?

Die Dicke ist die zweitrangige Zahl — die Fläche verhindert das Einsinken des Beins. Standard-Platten, eckig wie rund, laufen mit 1–4 in (25–100 mm): Das dünne Ende passt zu leichten Hubarbeitsbühnen- und Autokran-Wagenhebern auf festem Boden, während eine Platte mit 2–4 in Stöße besser aushält und unter einem schwereren Mobilkran flacher bleibt. Dicker zu gehen, ohne breiter zu werden, behebt keine unterdimensionierte Platte — bleibt die Bodenpressung zu hoch, vergrößern Sie zuerst die Fläche.

Welche Abstützplattengröße braucht ein 50-Tonnen-Kran?

Auf festem, verdichtetem Boden ist eine quadratische Platte mit 30×30 in (750 mm) ein typischer Ausgangspunkt für einen 50-t-Mobilkran, die auf 36×36 in bei gewöhnlichem Boden oder 48×48 in wächst, sobald der Boden weich oder durchnässt ist — siehe die Tabelle oben. Das ist ein Referenzwert, kein Ersatz für die Abstützreaktionslast aus der eigenen Lasttabelle des Krans bei dem Radius und Schwenk, mit dem Sie tatsächlich arbeiten.

Was passiert, wenn die Abstützplatte zu klein ist?

Eine unterdimensionierte Platte tut genau das, was blanker Boden tut, nur langsamer: Die Punktlast übersteigt die Bodentragfähigkeit, das Bein sinkt ungleichmäßig ein, und der Kran gerät mitten im Hub außer Waage. Genau dieses Szenario sollen Kranabstützplatten verhindern — im Zweifel lieber eine Nummer größer wählen, als einer Platte zu vertrauen, die nur ungefähr passt.


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